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Politik und Religion

Problemsiedlung

vom 28.01.2017

Problemsiedlung
Problemsiedlung
Anfangs als Wohnsiedlung für kinderreiche Arbeiterfamilien gedacht, entwickelte sich die Siedlung Reichenberg in den letzten Jahrzehnten zu einem Anziehungspunkt für sogenannte Besserverdienende.
Immer mehr Angehörige dieser Bevölkerungsgruppe kauften die dortigen Immobilien, was zu einer inflationären Preissteigerung führte. Gleichzeitig nahm die Zahl der ansässigen Kinder immer mehr ab und führte den ursprünglichen Sinn der Siedlung vollends ad absurdum.

Entsprechend der sich wandelnden Sozialstruktur der Einwohner, wuchs auch die Kriminalität im Stadtteil. Angefangen bei eher harmlosen Delikten wie schwerer Nötigung im Straßenverkehr, über Unzucht mit Abhängigen bis zu schwerer Steuerhinterziehung in Millionenhöhe, war nahezu alles vertreten, was das Strafgesetzbuch hergibt.

Der Eigentümer der Grundstücke, Landwirt Schulte-Reichenberg hat jetzt die Konsequenz gezogen und fordert pünktlich zum Auslaufen der Erbpachtverträge die Rückgabe der Grundstücke im ursprünglichen Zustand.
„Ich habe einen landwirtschaftlichen Betrieb und deshalb keinerlei Bedarf für Luxusvillen und Swimmingpools.“ äußerte er voll ehrlicher Entrüstung. Eine Übernahme der „sinnlosen Bebauung“ und entsprechende Ausgleichszahlungen lehnt er kategorisch ab.

Sobald der ursprüngliche Zustand der Flächen wieder hergestellt ist, will Schulte-Reichenberg dort mehrere Felder zum Anbau von Biogemüse anlegen.
„Der Bedarf an Biogemüse in der Bevölkerung wächst stetig, während der Bedarf an Steuerhinterziehern ausreichend gedeckt ist. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage zwingt mich geradezu zu dieser Vorgehensweise. Schließlich muss ich als Landwirt vorausschauend denken, um den Hof auch noch für die nächsten Generationen zu erhalten.“

Um soziale Härten und Obdachlosigkeit zu vermeiden, stellt die Stadt Markscheid den betroffenen Bewohnern der Siedlung Reichenberg entsprechenden Ersatzwohnraum zur Verfügung. Je nach persönlichen Vorlieben können sie dabei zwischen Penthouse-Wohnungen in Monaco, Einfamilien-Häusern im Frankfurter Bankenviertel oder einer Suite im Burj al Arab in Dubai wählen.
Allerdings müssen sich die Betroffenen verpflichten, für mindestens vierzig Jahre keinen Wohnsitz mehr in Markscheid anzumelden, um zu verhindern, dass sie durch Ausübung ihres Wahlrechts weiteren Einfluss auf die ansonsten positive Entwicklung der Stadt nehmen.

Alle sind begeistert! Erfahrungsberichte:

Das Folgende sind nicht-redaktionelle Beiträge von Nutzern aus dem Bürgerforum der Stadt Markscheid

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